von R. Heidrich
: rainer.heidrich@t-online.de
Von Tampa,
intl. Airport, erreicht man mit dem Auto in ca. 30 min auf dem "Gulf
to Bay" Highway die Stadt Clearwater. Von der Nord-Süd-Ausrichtung
liegt CLW ca. in der Mitte von Florida an der Westküste, also der
Seite des Golfs von Mexiko. Tampa liegt im Inneren an einer großen
Bucht, die als Naturhafen lange bekannt war. Gewohnt habe ich in einem
Appartement in Clearwater Beach, das am neu gebauten Kreisverkehr erkennbar
ist.
Mittin in
Clearwater liegt der Flugplatz Clearwater Airpark (CLW) www.Clearwater-airpark.com Wie an allen Plätzen in Amerika gibt es keine Landegebühren,
dafür aber durch den Piloten einschaltbare Anflugbefeuerung (3x klicken
mit dem Mikro) .
Am Platz
hat die Flugschule Suncoast Flying Service (www.suncoastflying.com)
ihren Stützpunkt. Hier habe ich den US-PPL A erlangt. Immer wenn
ich beruflich in den USA bin, komme ich gerne zu diesem Platz und fliege
einige Runden. Dies hat zwei Vorteile: Zum ersten das herrliche Wetter, bei dem man fast jeden Tag zum Fliegen
kommt. Zum Zweiten den - für unsere Verhältnisse - großen Flugzeugpark.
Für Anfänger sind die 5 C152 und die 4 alten C172 interessant.
So findet sich immer eine Maschine, auch wenn mal der geplante Flieger
in der Wartungshalle steht, die ebenfalls am Platz liegt. Weiter gibt
es natürlich noch eine Vielzahl an neueren Cessnas und Pipers, die
für die weiterführende Schulung ausgerüstet sind, wie z.
B. für IFR, constant speed prop sowie Einziehfahrwerk, Wasserflugzeuge
und 2-mot Training. Allerdings sind damit auch entsprechende Kosten verbunden.
Für mich stand diesmal das "biannual" an, eine theoretische
Überprüfung und ein Checkflug, der alle 2 Jahre fällig
ist und von Christina, dem chief flight instructor, abgenommen wurde.
Danach ging
es so richtig los. Zuerst kleine Abstecher in die Nachbarschaft, z. B.
nach Pilot County, einem kleinen Fliegerdorf, das links und rechts neben
der Landebahn nur eine Reihe Häuser hat.
Der nächste
Flug führte nach CEDAR KEY, der Cedern-Insel, wo deutsche Bleistiftfirmen
die Cedern abgeholzt haben. Jetzt dienen die Inseln, die zwischen Sumpfgebieten
und seichtem Wasser herausragen, als "Naherholungsgebiet" für
Piloten aus Florida. Der Flug war ein typischer "Anfänger-IFR" Flug, d. h. "I Follow Roads" (s. Karte 1: Nord-Teil Tampa).
Der Platz
selbst liegt idyllisch. Die Landebahn beginnt gleich hinter dem Meer und
ist gut anzufliegen. Die Schilder am Strassen- bzw.- Runway-Rand zeigen
die lockere amerikanische Art.
Der 2. Ausflug
ging nach St. Augustin an die Nord-Ost-Ecke Floridas. Es ist die älteste
Stadt in Florida, noch von den Spaniern gegründet und eine Touristen-Hochburg.
Am Flugplatz mit mehreren Landebahnen liegt die EXTRA-Vertretung für
Amerika und eine Flugschule.
Die aus der
Luft auszumachenden Gebäude, wie das alte Rathaus, die Brücke
und das Fort lohnen einen Besuch. Ist man mit dem Bus in die Stadtmitte
gefahren, kann alles zu Fuß erreicht werden.
Der dritte
Ausflug führte dann nach Süden in die Everglades. (s. Karte
CLW-Everglades)
Um nicht
über das Meer zu fliegen, durchfliegt man den Luftraum des Tampa
intl. nach Controller-Anweisung, die aber auffallend hilfsbereit sind.
Scheinbar werden deutsche Piloten an ihrem Dialekt erkannt, so dass die
Anweisungen langsam und deutlich gesprochen werden.
Folgt man
der Küstenlinie, überfliegt man eine ganze Reihe von kommunalen
Flugplätzen, überwiegend mit mehreren Landebahnen. Schließlich gings wieder über die Sümpfe nach Art des
"Anfänger-IFR" zum Zielflugplatz "Everglade City".
Auch hier ein einsamer idyllischer Flugplatz, von dem man zu Fuß
zu den Ablegestellen der Luftschraubenboote kommt, die einen in die Sümpfe
bringen. Bevor es zurückgeht, wird an der Selbstbedienungstankstelle
per Kreditkartenabbuchung nachgetankt.
Zur Vorbereitung
schlug ich im Pilotenhandbuch Florida nach, das auch im Internet auszugsweise
und mit updates unter www.pilotenhandbuch.de gefunden wird.
Probieren
Sie es doch auch mal! Many happy landings Rainer
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